By the way - die Sportglosse (Nummer 89, 4. September 2013) in Kooperation mit der Wettzentrale

Ein dreiwöchiger Ausstieg aus dem geliebten Hamsterrad der Mails und News, der Smartphones und Notebooks, das tut gut. Weniger gut tut es, nach der Rückkehr zu erfahren, dass der eigene Verein nach drei Bundesligaspielen immer noch Null Punkte hat und gegen kroatische Extremzwerge auch aus der Europa League ausgeschieden ist. Ein klein wenig Linderung verschafft sodann die Tatsache, dass der Verein den Trainer feuert, der so viele Spieler nicht weiterentwickelt sondern vielmehr schlechter gemacht hat. Aber jetzt geht’s aufwärts, Richtung Mittelfeld, in die realistischen Regionen eines durchschnittlichen Kaders, und ohnehin spielt der Verein nur eine Nebenrolle im großen Hamsterrad. Denn Gareth Bale wechselt zu Real Madrid, und alle regen sich wieder ganz furchtbar über die Ablösesumme auf. Dabei holt der Club das allein mit Merchandising schon weitgehend wieder rein.

Und Microsoft kauft zwecks ersehnter Aufrollung des Smartphonemarktes die Handysparte von Nokia. Donnerschlag, Wahnsinnsmeldung, gigantisch. Dabei kauft hier quasi eine Firma mit verschwindend kleinem Marktanteil eine andere Firma mit noch verschwindend kleinerem Marktanteil. In der Politik wäre das in etwa so, wie wenn / als wenn / wie als wenn / was denn jetzt – also wie als wenn die Alternative für Deutschland die Partei Bibeltreuer Christen übernimmt. Was mittenmang zum Ärgernis des Jahres führt – der Bundestagswahl, die vielerorts jetzt übrigens mit BTW abgekürzt wird. Ich überlege zu klagen und winde mich hin und her, wen wählen, wen nur?! Aber alles Winden vergebens, da gibt’s keinen. Auch Protestwahl unmöglich. Bleibt wohl nur der große Pimmel auf dem großen Wahlzettel zwecks Ungültigmachung. Falls jemand was Besseres weiß, bitte her damit. Und wirklich aufrollen könnte den Smartphonemarkt nur der, der endlich ein brauchbares Smartphone fürs Handgelenk rausbringt, mindestens. Nicht, dass das neu wäre, aber markt- und serientauglich und auch noch schick, das wär doch was. Sag ich mal...

Fußballbundesligatechnisch weiß immer noch Keiner so richtig, was Guardiola vorhat. Klar ist nur, dass Braunschweig wieder absteigt, und dass man Luis Gustavo nicht nach Wolfsburg hätte verkaufen sollen. Ansonsten alles noch in der Anlaufphase, nur vereinzelt bemerkenswerte Kleinigkeiten, das Leben nimmt seinen Lauf. Und HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer, der alte KSC-Abwehrrecke, kommentiert den Wechsel des Stürmers Pierre Lasogga zum HSV mit dem Super-Sager, „Er ist aktueller U-21-Nationalspieler, unerschrocken und geht dahin, wo es wehtut.“ Recht hat er, der Herr Kreuzer, man muss schon äußerst unerschrocken und schmerzresistent sein, um in diesen Tagen zum HSV zu wechseln. Da steht erneut eine grandiose Saison an, wetten...?!

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