By the way - die Sportglosse (Nummer 85, 10. Juli 2013) in Kooperation mit der Wettzentrale

Der Minister wird also klar machen, was unter Freunden geht, und was nicht. Unser Innenminister, Think Tank und Task Force in Personalunion, wird den Amis mal so richtig Bescheid stoßen, morgen reist er dahin und lässt es vorab verkünden von seinen Herolden, auf dass alle Welt wisse, wie knallhart er sei. Da fragt man sich doch bange, ob so viel Kompetenz überhaupt in ein Flugzeug passt. Herr Friedrich, Sie sind schon eine echte Rakete vor dem Herrn.

Wie die weltweit wohnhafte Familie der Duckmäuser, Feiglinge, Sesselfurzer, Intriganten und Opportunisten nach einem Rezept des Chefkochs Obama den armen Whistleblower weichgekocht und diskreditiert hat, das ist in seiner unbeirrt fortschreitenden Schäbigkeit beeindruckend. Der gleichgeschaltete, marathonlaufende Bürger, getrimmt auf Funktion, der glaubt doch schon längst, Herr Snowden wäre ein Arsch. Dann passt es auch bestens ins Bild, dass nur so Arschlochländer wie Venezuela, Nicaragua und Bolivien dem Arsch Asyl gewähren wollen.

Wehren man sich sollte gegen die ganze Mischpoke, doch machtlos man ist. Unrealistisch die Idee vom Zusammenschluss all derer, die sich nicht länger von diesem versauten Apparat regieren lassen wollen, vom Angebot an die Australier, mit uns einfach zu tauschen, wir dorthin, die hierher, dann wäre man soweit weg vom Schuss, dass nicht einmal der hyperaktivste Geheimdienst uns noch abhören wollte. Hiergeblieben wird, weiter ertragend die Minister und Wiefelspütze und Merkels und Trittins, und auch die dicken Sozen mit der Profilneurose. Aber genau hingeschaut wird, und angeprangert wird, ob in ironischer Runterbrechung zwecks besserer Erträglichkeit oder als Aktivist. Hingeschaut und angeprangert wenigstens – und im Hinterkopf immer mal die Frage, wer überhaupt noch wählbar ist. Sind wir ja hier nicht in Ägypten, wo 75% der Leute weder Lesen noch Schreiben können, wo ein Allahu Akbar mit Fladenbrot die Stimme bringt. Gepriesen seien also unsere Politiker, die uns schon so lange Frieden und Stabilität ermöglichen und insgeheim sich diebisch über jede zusammengeschossene Moslemmenge freuen, weil dann sehen die Bürgerwählerweicheier hierzulande, wie gut es ihnen geht.

Wobei mit dem Gutgehen isses ja relativ, selbst in Mitteleuropa, dieser Oase des Friedens und der Glückseligkeit, selbst hier übertragen jetzt die Schnaken schon den Hundehautwurm und andere Parasiten, die man bislang nur aus Entwicklungsländern kannte, wo unsere Entwicklungshilfeminister manchmal hinreisen, mit roten Haaren oder doofer Mütze. Bevor wir aber von irgendeiner neuen Seuche dahingerafft werden, schauen wir alle ganz genau hin und prangern an, und manchmal werfen wir denen sogar vor, sie freuten sich über Schreckensbilder aus fernen Ländern. Denn Hallo, unsere lokal, regional und national Gewählten sind alle angetrieben von weitaus niedrigeren Beweggründen als vorgegeben, sie sind ausgestattet mit weitaus weniger Grips als man annehmen könnte, und wenn sie wissen, dass wir das wissen, dann ist das zwar noch lange nicht gut, aber ein Schritt in die richtige Richtung ist es doch wenigstens. Und das nächste Mal wird wieder über Sport geschrieben, wetten...?!

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