By the way - die Sportglosse (Nummer 68, 20. Februar 2013) in Kooperation mit der Wettzentrale.

Die Kirche ist an allem schuld, selbst am Pferdefleisch-Skandal. Denn als die Römisch-Katholischen vor eineinhalb Jahrtausenden wild durch die Gegend missionierten, da war ihnen die damals vorherrschende germanische Rossverehrung natürlich ein Dorn im Auge. Die Heiden fressen Pferde – igitt, gleich mal ächten. Seither wird Ross in Europa nurmehr heimlich und verschämt verspeist oder zur Vertreibung durchziehender Korbmacher und Scherenschleifer eingesetzt, außer natürlich in der Schweiz, die sind neutral und bieten gerne auch mal einen Mittagstisch damit an. Als in Putenwurst nicht nur Pute drin war, da war das Geschrei weit weniger laut, und was in den Lyonern und Leberwürsten etc. sonst noch so drin ist, das will eh keiner wirklich wissen. Nicht zu vergessen die Maultaschen, sechs Stück zu 99 Cent, aber hallo! Mal abgesehen davon, dass Ross durchaus weniger ungesund ist als Schwein...

Und ohne jede Überleitung geht’s vom Schwein gleich weiter zu Ägyptens fünftem Präsidenten Mursi (einer muss herhalten, jetzt wo Kurt Beck nicht mehr amtiert...). Der war ja Ende Januar in Berlin, und alle Medien berichteten rauf und runter von den Belehrungen und Mahnungen, die ihm von Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle erteilt wurden. Unsere Journalisten mal wieder knallhart den gesamten diplomatischen Phrasenbaukasten durchgespielt. Als ob sich ein Islamist von einer unverschleierten, ungläubigen Frau und einem ungläubigen, bartlosen Homosexuellen irgendetwas sagen ließe! Nach seiner Ideologie müssten die Beiden eigentlich sofort gesteinigt werden. Aber hui, sowas schreiben wir nicht, wir sind ja seröse Medienschaffende...

Seriös sind übrigens auch die meisten in Europa angebotenen Sportwetten, auch wenn viele Politiker und Funktionäre das noch immer reflexhaft und verbohrt ganz anders darstellen. In diesem Zusammenhang sei allen Freunden des Fußballs die intensive Betrachtung von Fotos des walisischen Prachtexemplars Gareth Bale anempfohlen. Eine absolute Maschine mit einem Kopf, der auch auf einen biomechanoiden Giger-Corpus passen könnte. Mit großen abstehenden Ohren, einem prominenten Kinn und einer Energie, die selbst Cristiano Ronaldo aussehen lässt wie einen rosa Plüschhasen mit herkömmlicher Zink-Kohle-Batterie. Noch spielt Bale für die Tottenham Hotspurs, aber ein Wechsel zu Real Madrid wird kolportiert – oder zum FC Bayern. Die entsprechenden Wetten und Quoten sind bereits vereinzelt im Angebot, und wenn Neu-Trainer Guardiola den Super-Außenmann tatsächlich nach München locken könnte, das wäre was. Das wäre für den FC Bayern und die gesamte Liga der absolute Tophit, und ganz optimistisch soll an dieser Stelle mal behauptet werden, dass die Bayern das schaffen, wetten...?!

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