By the way - die Sportglosse (Nummer 65, 16. Januar 2013) in Kooperation mit der Wettzentrale

Eine Zeitung hat geschrieben, Rheinland-Pfalz sei das Land der Reben, Rüben und Raketen. Eine schöne Beschreibung, einstiegstauglich. Denn in diesem RübenRebenRaketenland tritt heute die kleine schwache kranke Frau Malu Dreyer die Nachfolge des großen, starken, niemalskranken Alphamännchens Kurt Beck als MP an. Die, die alle Malu nennen ist nicht nur sehr nett und bodenständig und intelligent sondern auch auf eine Art krank, die ihr zwar die Verrichtung der Regierungsgeschäfte erlaubt, es ihren Gegnern dafür aber verbietet, sie allzu hart anzugehen. Also wird sie für das skandalträchtige Erbe des Herrn Beck nicht direkt gescholten werden sondern kann Opposition und Beck-Opfer gütig umarmen und alles wieder gut machen. Cleverer Schachzug vom alten Ross, keine Frage. Weitaus cleverer als der brunzdumme und noch dickere Gabriel, der uns gleich zu Jahresbeginn mit seinem Nazivater gekommen ist. Solch billige Tricks durchschaut sogar der Durchschnittswähler, hoffentlich. Schnell weg mit dem.

Weg auch mit Yordan Letchkov, und zwar gleich von Staates wegen, weil er nämlich für irgendwelche in Bulgarien begangenen Bulgarenvergehen ins Gefängnis muss. Lang nachdem er mit seinem Tor das deutsche Aus bei der WM 1994 besiegelte, ereilt ihn damit das gerechte Schicksal. So richtig unkorrekt und tumb sei’s hier rausgerotzt, geradezu ollwer, um in Zeiten des EU-Zentralismus mal ein identitätsstiftendes Regionalwort aus der Kurpfalz zu benutzen.

Her dagegen mit Sven Göran Ericsson, den sie tatsächlich als Supertrainer beim Münchner Gernegroß 1860 verpflichtet zu haben scheinen. Dumm nur, dass der „geile Sven“ bereits lange vor Amtsantritt mit aufgeblasenen Backen und zusammengekniffenen Lippen abgebildet wird – mit der typischen Looser-Pose also, mit der aktuell auch die Herren Steinbrück und Armstrong so gerne gezeigt werden, oder Schumi im letzten Rennjahr. Selbst Rösler häufig, obwohl der seine dicken Lippen gar nicht wirklich zusammenkneifen kann. Vorschusslorbeeren sehen jedenfalls anders aus, etwa so wie Pep Guardiola. Der soll ja bald den alten Jupp ersetzen und mit Sammer beim FC Bayern die kongeniale Doppelglatze bilden. Sehr pfundig, hoffentlich klappt das. Als Plan B stünde Roberto die Matteo bereit, nicht ganz so vorschusslorbeerig, aber doppelglatzentauglich allemal, und er kann sogar deutsch.

Zum Schluss: Fleisch. Dies ist nicht nur ein netter deutscher Thriller aus den Achtzigern mit Blacky Fuchsberger und Jutta Speidel sowie ein gerne genommener Punk-Spitzname bei Jan Off, es ist dies auch ein Lebensmittel, das wir unwahrscheinlich gerne essen. So gerne, dass wir uns nicht nur 60 Kilo pro Jahr davon reinziehen, sondern im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 1.094 ganze Tiere vertilgen. Um genau zu sein sind das 4 Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner. Sagt der Fleischatlas, und widerlegt damit die These, der Verzehr tierischen Eiweißes vergrößere das Hirnvolumen...

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