By the way - die Sportglosse (Nummer 17, 16. November 2011) in Kooperation mit der Wettzentrale

Tolles Spiel gesehen gestern, Oranje so schwindlig gespielt, dass die nicht mal richtig treten konnten – aber gleich schon wieder ein Problem damit: Was machen wir denn jetzt mit Schweini? Hätten wir mit dem noch besser gespielt? Kann man überhaupt noch besser spielen? Ist Schweini der neue Ballack? Warum war er beim Basketball, anstatt den Seinen zuzuschauen? Viel Frage, nix Antwort, aber volles Vertrauen in Jogi, den die Briten mittlerweile den Brian Ferry des Fußballs nennen. He’s the man, der wird das richten!

Etwas nicht richten wollte der seltsame Brasilianer Neymar, und zwar seine Frisur, weswegen Mourinho und Real Madrid ihn nicht verpflichtet haben. Donnernder, nicht enden wollender Applaus hierzu. Der Typ mag noch so gut kicken, aber mit einer derartigen Scheißfrisur kann man den nicht in seiner Mannschaft haben. Einer wie Berlusconi, der würde ihn vielleicht holen, der hat da sicher keine Skrupel. Hat jetzt ja wieder Zeit für den AC Mailand, und man darf ganz ernsthaft gespannt sein, ob der Cavaliere Milan wieder zur Blüte treiben wird. Wäre ja nicht das erste Mal, und es gibt nicht wenige sehr angesehene und erfolgreiche Fußballer, die behaupten, noch nie einen besseren Präsidenten gehabt zu haben.

Nicht vorbei kommt man in dieser Woche an ... Per Mertesacker? Nun ja, billiger Witz an dieser Stelle, der alte Per mutiert ja unbestrittener Maßen immer mehr vom Schlachtross zur Slalomstange. Aber Schluss mit lustig, jetzt wird’s ohne Übergang ernst, denn der „kleine Adolf“ beherrscht die Schlagzeilen, mitsamt der Zwickauer Terrorzelle, die für Heilbronn, die Döner-Morde, zahlreiche weitere Bosheiten und wahrscheinlich auch noch für das Kennedy-Attentat verantwortlich ist. Und das alles mithilfe unseres tollen Verfassungsschutzes. Starke Leistung, Schlapphüte, habt Euch wohl alle auf die lückenlose Überwachung von Lehramtsstudenten konzentriert, die irgendwann mal das Wort ANTIFA ausgesprochen haben. Verständlich, diese Linksterroristen sind ja auch brandgefährlich, und einen Tod muss man eben sterben. Lässt man die rechte Szene eben von der Szene selbst überwachen. Von Leuten wie dem kleinen Adolf. Einmal pro Monat dem V-Mann den Scheck ausgestellt, und dann dürfen die wirbeln. Wenn das Wirbeln Wirkung zeigt, dann gibt’s ja immer noch Politiker, die sich beschämt zeigen und lückenlose Aufklärung fordern können. Sieht gut aus beim Wähler, die kümmern sich, wird Zeit, dass die da mal nach dem Rechten sehen. Alles ein großer Kreislauf. Drumherum stehen die Hinterbliebenen der Dönermänner und wundern sich.

Zurück in seichtere Gewässer, auch da gibt’s genug zu Wundern. Zum Beispiel, wenn auch nur ein bisschen, darüber, dass neben bzw. über dem Schweizer Vorstandschef unserer super tollen Deutschen Bank jetzt ein Ösi den Aufsichtsrat übernehmen soll. Haben wir selbst keinen? Immerhin hat der Herr Achleitner so ziemlich alle Räder gedreht, die man in der Branche drehen kann. Wird schon, es bleibt alles in der Familie, quasi. Im Gegensatz zur derzeit hochgradig wundersamen NBA, da wird sich’s, um im Austrischen zu bleiben, wohl eher nicht ausgehen mit einer Einigung zwischen Spielern und Funktionären. Sagen die halt einfach die komplette Saison ab. Hätte auch keiner für möglich gehalten. Und Dirk Nowitzki spielt dann beim FC Bayern, wetten?

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