By the way - die Sportglosse (Nummer 10, 21. September 2011) in Kooperation mit der Wettzentrale

Seit Tagen sammelt sich vor allem im Süden Deutschlands eine neue Gruppe protestierender Menschen, die zahlenmäßig wahrscheinlich schon fast so groß ist wie die Neo-Splitterpartei FDP, und auch namensmäßig haben die Protestler sich eng an die regierende Kleingruppe angelehnt: FoP heißen sie, soll heißen: Freiburg ohne Papst. Nun kann man ja auch in Glaubensfragen durchaus dieser und jener Meinung sein, nicht dass dagegen was zu sagen wäre. Aber wutschnaubend gegen den Eintrag Benedikts XVI. in das Goldene Buch der Stadt zu protestieren – da wundert sich ja noch der bärtigste Mullah. Als trüge sich der Dalai Lama in das Goldene Buch der Stadt Beijing ein (übrigens trägt Letzterer sich zur allgemeinen Freude auch ab und an in deutsche Goldene Bücher ein). Sachen gibt’s...

Keine Proteste gab es nach den letzten beiden Auftritten von Nils Petersen, der mit etwas Zweitligaerfahrung derzeit den Sturm des Deutschen Rekordmeisters FC Bayern München verkörpert und in Champions League wie auch Bundesliga Chancen vergeigt wie nicht mal Gomez in seiner schlechtesten Phase. Applaus hierfür, gleichzeitig Hiebe für Basher Allofs und Lob für Petersen, denn in aller Bescheidenheit sei’s an dieser Stelle mal gesagt: Der Mann bewegt sich super, da sieht man, dass der einiges drauf hat. Schade geradezu, dass er nicht mehr viele Einsätze bekommen wird, wenn Gomez wieder fit ist. Wobei jetzt Keiner kommen soll und behaupten, hier wäre Gomez für schlechter als Petersen befunden worden. Nix da, große Gomez-Fans hier, schon immer. Und so wie der erste Wettanbieter bereits Einsätze auf Meister Bayern ausbezahlt, wird das bald auch in Sachen Torjägerkanone laufen. Wer auch immer sich als erster Anbieter traut...

Dass man allerdings selbst als Bayern-Spieler nicht überall erkannt wird, das musste der junge Breno jetzt erfahren, als er nur in kurzer Turnhose aus seinem lichterloh brennenden Haus floh und beim Nachbarn klingelte. Dort erschrak man nämlich ob des nackten dunklen Mannes, der mitten in der Nacht Sturm klingelte und rumschrie. Aufgemacht haben sie dem armen Breno nicht.

Die Türken machen’s im Übrigen genauso: die lassen gar keine Männer mehr in die Stadien ihrer ersten Liga – als Strafe für marodierende Testosteronbomben auf den Tribünen. Statt dessen verteilen sie jetzt Freikarten an Frauen, Mädchen und Jungs unter 12. Hat bei Fener vs Manisaspor für über 40.000 Zuschauer gereicht. Ganz schön modern, die Türken, wenn sie so weitermachen, dann dürfen sie auch bald mit Euros bezahlen, wetten?

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