By the way - die Sportglosse (Nr. 8, 7. September 2011), in Kooperation mit der Wettzentrale

Zwei Wochen Urlaub ohne Web und Mail sind zu Ende, und ein ganzer Wust von News erwartet einen beim Wiedereinschalten des Rechners. Fast bräuchte man nochmal zwei Wochen, um alles zu lesen und zu ordnen. An den Weltbörsen dasselbe Chaos wie vor dem Urlaub, der Grieche immer noch auf dem Sünderbänkchen – gleichwiewohl man ja den Urlaub direkt vor Ort verbrachte und nicht eben den Eindruck hatte, der Grieche sei mit seinem Latein am Ende.

Gute Nachrichten dagegen für alle Freunde des nach unbestätigten Quellen aus Berner Sennenhund gefertigten berühmten Schweizer Bündnerfleischs: Der Franken ab sofort bei 1,20 gestützt, da geht’s also auch weiterhin winters rüber ins kleine Nachbarland, zum Ski und Salzis, zum Bündnerfleisch auf Buerli. So schafft man Ordnung und hält das Chaos fern vom Chämihüsli, nicht wahr? Darauf ein dreifaches Hopp Schwyz!

Was den Hybriden Usain Bolt jedoch bewogen hat, im 100m-Finale der WM einen derart eklatanten Fehlstart hinzulegen – eigentlich kann’s nicht sein. Der Kollege argwöhnt eine PR-Aktion, hätten doch alle vom beinlosen Bladerunner Pistorius gesprochen. Da sei ein Skandal allemal besser als ein wie selbstverständlich erwarteter Sprintsieg. Who knows...

In der Bundesliga hat Felix Magath indessen ein neues Abrechnungsmodell für Transfers etabliert: Pay per Play, abgehalfterter Ex-Könner kommt leihweise zum gerade aktuellen Magath-Club, das horrende Gehalt zahlt der Besitzer, und pro Einsatz zahlt der Magath-Club Summe X. Kein schlechter Deal, muss man sagen.

Und ohne Bashing geht’s halt gar nicht, weswegen jetzt, aufgrund Langzeit-Monitorings und gestrigen Länderspiel-Schauens, hier mal folgende These in den Raum gestellt wird: Müller ist der neue Möller. Denn Bayern-Rakete Thomas Müller erinnert nicht nur aufgrund seiner Schnelligkeit und Spielübersicht an Weltmeister und Titelhamsterer Andy Möller, er neigt mittlerweile auch in gleichem Maße zum immer unverschämteren Abheben, sobald ein Gegner auch nur von Weitem naht. Noch zehrt er ja vom Image des unbekümmerten Naturburschen, aber dieser Kredit wird bald aufgebraucht sein. Und spätestens zur nächsten Endrunde ist Müller ein heißer Anwärter auf Gelbrot wegen Schwalbe, wetten?

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