By the way - die Sportglosse (Nr. 39, 9. Mai 2012) in Kooperation mit der Wettzentrale

Der Unterhosenbomber hatte also nicht Schiesser mit Eingriff drunter sondern Tanga ohne Zahnseide, nur mit Bombe vorne. Mal ganz abgesehen davon, dass nix drunter beim Reisen eklig ist, stinkt die ganze Sache um den durch die tolle CIA enttarnten Selbstmordanschlag noch mehr als eine Jeans mit nix drunter nach einer Intercontinentalreise. Hat ja mit Enttarnen und Aufdecken überhaupt nichts zu tun, wenn man selbst einen anwirbt, der sich dann freiwillig zum Sprengen meldet, sich aber kurz vorher absetzt. Kann man sich doch höchstens dafür feiern lassen, dass man einen Dummen gefunden hat, der sich so etwas freiwillig antut. Und dann angeben wie zehn nackte Afro-Amerikaner, man habe die Welt gerettet. Die Drehbuchautoren von „24“ hätten bei so einer müden Idee sofort die Hunde rausgelassen, um den Vorschlager vom Gelände zu jagen.

Dabei will man sich doch in aller Ruhe und Muße auf Pokalfinale und Champions League und zwei Siege des FC Bayern vorbereiten. Klingt einfach, ist aber sehr komplex, das Thema. CL dort schauen, wo man auch schon 2010 geschaut hat? Geht schon mal gar nicht, ging ja voll in die Hosen gegen Inter Mailand. Ging viel besser anno Tobak gegen Valencia, aber damals waren die Fernseher so klein, geht auch nicht mehr, die heimische Küche hat die zwischenzeitliche Aufrüstung in Richtung Plasma nicht mitgemacht. Hier eine Win-Win-Lösung zu finden war schwer genug, ist aber geglückt. Wenn auch unter Vernachlässigung der Theorie zur Barcelona-Manchester-Rochade, die sehr wohl etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Aber der Wechsel von Pep Guardiola nach dem roten Manchester unter Mitnahme des Lionel Messi, mit Gerard Pique als Vorhut, wird bald noch genug von sich reden machen. Geht Pique schon jetzt, Pep und Messi erst in einem Jahr, auch egal. Sir Alex zu sehr unter Druck zu setzen hilft auch nicht – dessen Wunsch vom Tod auf der Trainerbank, ob am verschluckten Kaugummi erstickt oder durch Herzinfarkt, sollte respektiert werden, da braucht er noch ein paar Spiele.

Dass allerdings jetzt auch noch Kurt Beck in die News prescht mit Gerüchten um seinen unmittelbar bevorstehenden Rücktritt, das kann nur noch als Akt der reinsten Verzweiflung des Pfälzer Zottels angesehen werden. War ihm wohl zu viel Sportwettenlizenzvergabe in Schleswig-Holstein in den Medien und zu wenig Mainzer Staatskanzlei. Überraschend ist an den Beck’schen Ankündigungsgerüchten im Übrigen gar nichts – es ist vielmehr überraschend, dass ein solcher Mensch immer noch ein ganzes Bundesland beherrschen und darüber hinaus in allerlei nationalen Gremien das große Wort führen darf. Kann man nur hoffen, dass er nicht zurücktritt, um Kanzler zu werden.

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