By the way - die Sportglosse (Nr. 14, 19. Oktober 2011) in Kooperation mit der Wettzentrale

Die zweite Halbzeit SSC Neapel gegen FC Bayern war ja nun so langweilig, dass es einen in ein todesähnliches Schlafkoma geradezu reingezwungen hat. Schwer genug, daraus wieder aufzuwachen und schiergar unmöglich, sich nach diesem Knock Out an Ereignisse und Begebenheiten der vergangenen Woche zu erinnern. Fast wäre also an dieser Stelle unerwähnt geblieben, dass die Junkies in Deutschland sich jetzt „Krokodil“ spritzen – eine Mixtur, die angeblich schon nach dem ersten Gebrauch wenn nicht tödlich ist, so doch mindestens ein halbes Bein verfaulen lässt, auf dass es sogleich abgenommen werden muss oder gar ganz von selbst abfällt. Also, was sich Dealer denken, die so etwas an ihre Kunden verkaufen? Viel (denken) kann’s nicht sein, denn wenn der Kunde schon beim ersten Druck stirbt, dann ist ja gleich die gesamte wirtschaftliche Perspektive weg. Beim genaueren Hinsehen erkennt der Verschwörungstheoretiker allerdings sogleich, dass in Wirklichkeit der Russe dahinter steckt. Und zwar nicht der ungepflegte russische Hinterhofpanscher sondern Russland, die Großmacht, ergo Putin himself, der auf diese subtile Art und Weise Rache übt für die seinerzeit erlittene Schmach in Afghanistan und folglich auch dafür, dass sein Land seit der Vertreibung der Sowjets aus dem Mohnland und aufgrund der nun typisch westlich-schlappen NATO-Bewachung der Mohnfelder mit Heroin förmlich überschwemmt wird. Langer Satz, aber doch ziemlich heiße These, nicht wahr?

Ebenfalls heiß ging es zuletzt her um die gute alte Deutsche Bundesbahn. Dieses doch eigentlich total unsexy daherkommende Monstrum erfreut sich neuerdings einer stark wachsenden Beliebtheit und Sexyness, die nachgeradezu unheimliche Züge anzunehmen im Begriff ist: Zündet der deutsche Durchschnittschaot doch mittlerweile tatsächlich lieber Züge und Gleise an als Autos, also just jene Verkehrsmittel, die wir seit Jahrzehnten als der Deutschen liebste verinnerlicht haben. Wenn das mal kein Boost of Popularity ist für die DB...

In der letzten Woche zwar kaum aufgetreten, aber trotzdem gar nicht genug zu erwähnen ist das stylische Trainerteam, das unsere Fußball-Nationalmannschaft betreut. Kann sich jemand an die kurzen Trenchcoats von Löw und Flick im Spiel gegen Belgien erinnern? Der Wahnsinn, wenn man eine Frau wäre, dann könnte man glatt ... wobei ja nicht selten zu hören ist, dass durchaus auch das andere Geschlecht sich hingezogen fühlt zum Bundestrainer, also gleichgeschlechtlich quasi – aber das würde jetzt doch zu weit führen hier... Wünschen wir einstweilen lieber dem alten Wormser Timo Hildebrand, dass das gewaltige Pech des Kollegen Fährmann auf Schalke sich zumindest beruflich zu seinem Glücke ausgehen möge. Zu guter Letzt, und ganz ohne Übergang mittenrein ins große Showbiz: Kerner steigt bei Kerner aus, und dafür gibt’s genau einen Grund: Kerner wird der neue Gottschalk, wetten?!

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