By the way 183 - der VfB ein Trauerspiel, nur leider ohne Trauerflor. Aber das nur am Rande, denn heute wag ich mich weiter raus, bis runter nach Tayyipistan...

Heute will ich mich mal etwas weiter raus wagen. Der VfB hat ja nun immerhin nicht mehr null Punkte, und die meisten Leute/Fans/Mitglieder jubeln weiter dem tollen Neuanfangskonzept unserer tollen kompetenten Vereinsführung inkl. Trainer zu. Was also?! Dass diese tolle und kompetente und sich mit dem Verein und der Region identifizierende Vereinsführung nicht mal in der Lage ist, einem Vereinshelden namens Dragan Holcer im ersten Heimspiel nach dessen Tod ein Trauerflor, eine Schweigeminute oder sonst eine würdige Geste zu erweisen, das ist schlechter Stil und würdelos und inkompetent und steht damit stellvertretend für unzählige andere Stillosigkeiten und Fehler, die diese Vereinsführung in den letzten Jahren begangen hat und munter weiter begeht. Dazu demnächst mehr...

Das eigentliche Thema heute ist nun aber sehr ernst und bedarf umso mehr einer unernsten Hinführung bzw eines hirnlosen Vorgeplänkels, weil schwer zu greifen. So möchte ich zuvorderst mal diejenigen Gastronomen lobend erwähnen, die in ihren Gastronomien auf dem Klo nicht etwa das billigst mögliche ein- oder zweilagige sondern das flauschig weiche wahnsinnig teure vierlagige Klopapier vorhalten. Denn der zufriedene Restaurantbesucher ist ja wohl ganz klar auch derjenige, dessen Hintern sich nach dem Toilettenbesuch nicht wie frisch gepfählt anfühlt. Also wirklich.

Will sich ja Keiner vorkommen wie ein gefangen genommener Feind Mehmeds II., des Eroberers von Konstantinopel. Starker Sultan, Begründer des Reiches der Osmanen, der mit den größten Kanonen und den besten (Stratego-Fans aufgemerkt:) Mineuren. Ein früher Vater aller Türken, womit wir quasi beim Thema wären.

Viel lese ich über das Unrecht, das Recep Tayyip Erdogan über die Kurden bringt. Hochgeschätzte Autoren wie Deniz Yücel berichten es fast täglich live aus den Krisengebieten. Sie schreiben toll, sie berichten die Wahrheit, viele schreien auf – und nix passiert. Weil es die Türken nicht juckt. Nicht im Geringsten. Noch nie gejuckt hat. Genauso wenig wie die anderen Länder, in denen Kurden leben. Und wenn es die Türken nicht juckt, wenn die sich über das Kurdenthema intern einig sind und nicht sich gegenseitig zerfleischen, dann juckt das auch keine USA, kein Deutschland, keine Nato oder sonstwen. Traurig für die Kurden, die das aber nur zu genau wissen, weswegen sie an allen Fronten immer weiter kämpfen, sogar im Parlament. Kämpft ja sonst keiner für sie. Herr Erdogan baut sich indessen einen Phantasiepalast, über den die gebildete Mittelschicht in Westeuropa gleich schon wieder die Nase rümpft. Und verkennt, dass auch das für die Türken mindestens okay ist. Denn die Türken wollen einen Sultan, einen starken Mann an der Spitze, einen wie Mehmed den Eroberer. Und so einer kann ja wohl nicht in irgendeinem Pupspalast wohnen. Den Frieden für die Kurden aber, den wollen die Türken nicht. Genauso wenig wie ihre Nachbarn...

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