By the way 161 - kein Gebruddel über den VfB, aber bitte jetzt die „weißen Riesen“. Und dann auch noch der Ballack...

Roberto di Matteo ist ein Problem. Nicht nur, weil die verdammte Autokorrektur aus dem di immer ein die machen will, man also höllisch aufpassen muss, sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben. Vor allem ist der Herr ein Problem, weil er meiner Theorie im Wege steht, dass Schalke 04 mit Thomas Tuchel einen Dreijahresplan für den Gewinn der Deutschen Meisterschaft entwickelt hat. Für horrendes Geld würden sie den trendenden Trainer samt seiner drei Wunsch-Vertrauten holen, ihm alle Freiheiten geben und ihn den Verein ganz nach seinem Gusto umkrempeln lassen. Shopping-Hotte im Gegensatz zum Dutt jetzt auch nicht der Sportdirektorvorstand, der dem Tuchel da reinreden wollte, dafür würde der Fleischbaron, anders als der Grinsepräsident, schon sorgen. Mit Schalke Meister werden – das wäre doch mal ein echtes Tuchel-Ziel. Wenn eben nur di Matteo nicht wäre, ein Mann, den man nicht so einfach in die Wüste schickt. Aber Geld heilt bekanntlich viele Wunden, und Schalke hat genug Geld, um auch schwerere Vergehen wider Stil oder Trainerseele nachhaltig zu kurieren bzw sich reinzuwaschen von den dunklen Flecken des schmutzigen Geschäfts.

Womit quasi blitzsauber übergeleitet wäre zum neuen Premium-Sponsor unseres DFB, dessen Spitzenprodukte u.v.a. ja nun dem stylischen Bereich „Laundry and Home Care“ zuzurechnen sind, sprich Waschmittel. Hier nicht laut und deutlich und vehement den Spitznamen „Die Weißen Riesen“ für unsere Nationalmannschaft zu fordern wäre geradezu sträflich – und ich möchte betonen, dass diese Forderung bereits am 2. April 2007 in Ausgabe 28 dieser Glosse erhoben wurde, wofür Sie mich meinetwegen gerne der Eitelkeit zeihen dürfen. Dann aber frage ich Sie: Welches Nationalteam von Bedeutung hat keinen Namen? Warum spielen wir gegen die Roten, die Albicelesten, die Sonstwas, und sind immer nur die Deutsche Nationalmannschaft? Kein deutscher Sonderweg an dieser Stelle nötig, zumindest jetzt nicht mehr, weil die weißen Riesen passt doch also bitteschön jetzt sogar markentheoretisch und sponsorenpflegerisch im besten Bierhoffschen Sinne wie die Faust aufs Auge. Sogar mit der Kaderzusammenziehung vor wichtigen Spielen und Turnieren könnte dann Geld verdient werden – denn wenn Villariba nicht mehr zahlt, dann findet das Campo eben in Villabajo statt...

Über den VfB an dieser Stelle wie sonst üblich zu bruddeln kömmer uns heute sparen. Trotz einer ersten Halbzeit gegen Frankfurt, die noch schlimmer war als alles bisher Dagewesene. Aber Heimsieg, statt drei Punkte jetzt nur noch zwei Punkte bis zur Relegation gegen den KSC, immerhin, mehr aber auch nicht. Das hat der Huub ganz richtig gesagt.  

Zum Schluss nochmal ein Disziplinwechsel, Ski Alpin zum Frühlingsanfang, warum auch nicht. Weil nämlich unser aller Felix Neureuther es trotz 55 Punkten Vorsprungs auf Marcel Hirscher im letzten Saisonrennen nicht geschafft hat, die kleine Kristallkugel zu gewinnen. Und weil ihn das nun doch so ein bisschen zum Ballack 2.0 macht. Zumindest bis zur nächsten Saison, wenn hoffentlich der Rücken endlich mal richtig heil ist...

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