By the way 140 - Keller weg (gefeuert), Kurden weg (abgemurkst), Ebola-Freiwillige nicht weg (Flotte am Boden)...

Ein bisschen enttäuscht bin ich ja schon. Da schreibe ich letzte Woche von Heiko Westermann, dem Vielgeliebten, Vielgeschmähten, und ich nenne ihn doch glatt und AUS VERSEHEN HW14, also 14, die 1 einfach so reingerutscht, nix 4, sondern 14. Und Keiner merkts, bzw Keiner sagt was, alle einfach geschluckt im Ganzen, verdaut und wieder ausgeschissen. Aufmerksamer Leser Fehlanzeige, oder nur Frauen mit Null Auskennung, fußballaverse Eurythmiker gar? Andererseits, solche wird’s ja freuen, dass der durchschnittliche Bundesligaprofi heutzutage fein frisiert nach 90 Minuten zum Interview androgyn antritt, sehen alle aus wie die frühen Suede, quasi nur noch Kajal vergessen.

Jens Keller dagegen weniger Kajal als vielmehr vollrohr selbstbewusst am Sonntag noch bei Sky 90 rumgesessen, kokettiert mit seiner ständigen Hängepartie bei Schalke, grinsend wie ein zukünftiger „Wetten, dass...?“-Moderator.  Da hab ich mir schon gedacht, Jens, hab ich gedacht, so kesse Lippe gar nicht nach dem Geschmack der Bosse, besser immer geduckt rumlaufen, Demut zeigen, dann bleibst Du Trainer bei Königsblau. Und jetzt isser weg, die Witzwaffen und Kalauer-Kanonen längst bis zum Anschlag geladen: Geht er zu Hannover, gleich die „Keller-Kind“-Kombi abfeuern, geht er als Nachfolger von Krisen-Klopp zum BVB, die gelbe Jugend zu künftigen Bayern-Spielern formen, dann natürlich auch di Matteo, aufgewachsen bei Schaffhausen, wo auch der Rheinfall usw. Und hintendran immer die Frage, was eigentlich Thomas Tuchel jetzt so vorhat.

Abseits vom Fußball wundert man sich über die mehr als 2.000 Freiwilligen, die angeblich direkt und mittenmang ins Epizentrum von Ebola fliegen wollen, den armen Leuten dort zu helfen. Geschützt von hochwertiger Bundeswehr-Ausrüstung, ABC-Abwehr und so, Kranke einfangen, Eiterbeulen aufstechen, desinfizieren. Ein Glück für diese Selbstlosen, dass unsere Armee sie gar nicht nach Afrika und noch viel weniger wieder raus transportieren kann, weil Flotte am Boden. Und umso dümmer für die Kranken, weil sich selbst überlassen, außer Voodoo nix gewesen.

Kommt dem Erdogan in Ankara ja gerade Recht, dieses Ebola, kann er ein paar Scheinaktionen anordnen und sich ansonsten die Hände reiben – denn dass der IS jetzt mit den Kurden endlich mal so richtig aufräumt, das kommt dem Obersten aller Türken und Gott weiß wem noch doch mehr als nur gelegen, schonmal von der Seite aus überlegt? Vielleicht sollten sich die Bärtigen der Ebola-Sache annehmen, weil die kommen ja offenbar überall hin, ich sag es Euch. Aber das ist jetzt ja auch schon wieder eine ganz andere Geschichte...

Zurück