By the way 139 - Bobic geht, Hongkong kommt, und B is for Breuninger...

Die Bundesliga macht auf Vintage: Die Bayern vorne, gejagt von Borussia Mönchengladbach, wie in den 70ern. Kloppo altert derweil vor der Zeit, bald sieht er älter aus als Favre.

Und der Boss des VfB Stuttgart, Bernd „Grinsepräsident“ Wahler, rennt mit einem „B“ am Revers durch die TV-Interviews. Für Nicht-Schwaben: B is for Breuninger, das seriöse Kaufhaus für den gehobenen Schwaben. In der Exquisit-Abteilung schneidern sie auch Anzüge. VfB-Merchandizing gibt’s beim Breuninger nicht, nix Fan-Shop, nein, denn beim Breuninger wollen sie das Fan-Gesocks gar nicht als Kunden. Höchstens die VIP-Leute, deshalb springt auch der Breuni-Bär bonbon-verteilend durch den Businessbereich des Neckarstadions. Der Präsi mit dem B, er traumatisiert mich, denn ich träume von ihm. Beziehungsweise von Florentino Perez, der mir neulich nachts mit einem Corte Ingles-Button am Kragen erschien. So entschieden ich gegen halsabschneidende radikalislamistische Vollbärte und Volldeppen bin, so klar sah ich ihn da vor mir: Den Trupp, der Wahler vor der Kamera gestehen ließ und ihm dann das B abschnitt.

Und zur Bobic-Entlassung: Die war wohl nötig, die kam zu spät, und ihre respekt- und würdelose Ausführung mitsamt der Statements danach steht sinnbildlich für die Situation des Vereins: Peinlich. Ganz egal, welcher der sieben Aufsichtsräte das den Medien gesteckt hat, ganz egal, ob sogar „der Daimler“ himself dahintersteckt – mit den derzeit beim VfB handelnden Personen würde ich als Daimler oder sonstwer von einer Beteiligung an der Ausgründung der Fußball AG tunlichst die Finger lassen. 

Gerne täte ich hier nun auch einen Gag zum HW14 reintun, dem weingenießenden Pokerbuchautorfunktionärbonvivant Gartenbach nacheifernd. Allein, mir fehlt da der persönliche Bezug zum HSV, dem Dino, der noch dümmer ist als meine Lampen. Die, wenn sie den Herrn Leno seinerzeit nicht gänzlich ohne Not verkauft hätten, sich nicht mit einem latenten Dauertorwartproblem herumschlagen müssten.

Und wenn wir abschließend wenigstens kurz nochmal über den Rand des schwäbischen Tellers (der ja im Gesamtkontext lediglich ein Expresso-Untertässle ist) hinausschauen, sehen wir mit Hongkong einen neuen Krisenschauplatz die Tabelle der etablierten Krisenschauplätze ruckzuck von hinten aufrollen. Quasi durch mehrere Ligen hindurchmarschieren, als wäre Rangnick am Ruder und Mateschitz am Geldhahn. Die Traditionsvereine unter den Mördern, Intriganten und Spekulanten dieser Welt werden sich warm anziehen müssen – denn der Chinese ist der wahre rote Stier in dieser Welt...

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