By the way 138 - Bildung verhindert Halsabschneider, und was der Araber mit dem VfB Stuttgart gemein hat...

Es ist ja nun, heikles Thema, langer Satz, grade so, dass wir, also „der Westen“, die Rechnung dafür präsentiert bekommen, dass wir Jahrzehnte lang zwar vielen Ländern sonstwo auf der Welt ihr Öl und sonstige Bodenschätze abgebaut und damit irrsinnige Gewinne eingefahren haben, andererseits uns aber einen Scheiß drum geschert haben, ob die Menschen in diesen Ländern in irgendeiner halbwegs konstruktiven Form an diesen Gewinnen partizipieren konnten. Also nicht die menschenfressenden Despoten dieser Länder mitsamt ihren Entouragen, sondern die Menschen bzw. wie unser Außenminister Kinkel einst in sauberstem Honoratiorenschwäbisch zu sagen pflegte, die Bürger und Menschen draußen im Lande. Zum Beispiel hätten wir uns für die Bildung dieser Menschen einsetzen können. Denn, um es mal generalisierend zu sagen, gebildete Menschen rennen nicht zur Moslembruderschaft und auch nicht zum IS und auch zu sonst keiner halsabschneidenden Fundamentalrebellentruppe. Zumindest nicht haufenweise. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn also die Menschen gebildet wären, würden sie nicht haufenweise zu Monstern werden, was wiederum verhindern würde, dass noch größere Haufen von Menschen vor diesen Monstern weglaufen müssten. Wobei Bildung nicht zu verwechseln ist damit, die Menschen einfach mit Geld zuzuscheißen, auf dass sie auch angesichts archaischster Gesetzgebungen still halten, wie das beispielsweise in Saudi Arabien der Fall ist. Daraus folgt: wir können gar nicht genug dafür tun, dass zumindest mal die Menschen bei uns, inklusive der Menschen, die haufenweise zu uns kommen, ein möglichst hohes Mindestmaß an Schulbildung genießen. Allgemeine Schulpflicht also höchstes Gut! Und beim Araber, wo früher keine Stadt ohne Bibliothek war, wo früher niemand ernsthaft geglaubt hätte, dass das dunkle Europa jemals wieder vom Bedeutung sein würde? Da gibt’s viel nachzuholen...

Apropos Nachholen: Zu diesem Thema hat der Araber viel mit dem, nun warten Sie doch, ich sag’s ja schon, VfB Stuttgart, und wenig mit Real Madrid gemein. War jetzt dringend nötig, zumindest eine provisorische Brücke zum Fußball zu schlagen, bevor wir uns in den weiten Feldern der Bildung und der Bodenschätze vollkommen verlieren. Also, Nachholen, viel, VfB. Gefangen im Muff der eigenen Satzung, mit den falschen Leuten auf den falschen Positionen, und mit einem Kader, dessen Qualität schlicht und einfach nicht reicht für mehr als Abstiegskampf. Da kann der Trainer heißen, wie er will. Dazu haben sie die Nachwuchsabteilung versaubeutelt, kein zeitgemäßes Scouting und die Transfermillionen seit 2007 irgendwo versickern lassen. Auch wenn ich als Haupttribüne-Mitte-Sitzer mit Parkschein normalerweise nicht allzu sehr mit Commando Cannstatt und Co sympathisiere – sie haben Recht mit ihren offenen Briefen, und ein Arschtritt ihrerseits Richtung Vereinsführung wäre vielleicht gar nicht mal so falsch.  Wer dagegen nix nachzuholen hat ist Real Madrid, der Club Blanco. Die nennen ihr Stadion der Form halber demnächst Abu Dhabi Bernabeu und kassieren dafür 500 Millionen Euro. Beim Asterix sagt man, sie seien den Anderen um eine Nasenlänge voraus...

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